traditionell geflochtene Taschen des moto Projekts
traditionell geflochtene Taschen des moto Projekts

traditionell geflochtene Taschen des moto Projekts
MOTO (Feuer/Hitze) ist sowohl NGO als auch Firma zugleich. Gegründet wurde es als Vertriebstelle für von Frauenkooperativen fair hergestellte klassische Handwerksprodukte wie Taschen, Cremes, Seifen und Kleidungsstücken, nach einer Umstrukturierung hat man diesen Aspekt beibehalten, sich aber verstärkt auch dem umweltpolitischen Engagement zugewandt.

Die sogenannten Ukili-Körbe werden auf Basis einer Palmenfaser hergestellt, welche mit Solartrocknern getrocknet, danach von den Frauenkooperativen gefärbt und verwoben werden. Die Körbe werden darauf im Laden in der Stadt oder an Direktabnehmer verkauft.

Ein bereits abgeschlossenes Projekt behandelte die Fertigung feuerholzeffizienter Kochstellen aus Lehm. Dazu wurden nach eine ausdauernden Experimentierphase wiederrum Kooperativen angeworben, welche nach entsprechender Anlernzeit die Öfen selbstständig bauen konnten. Man spart damit aufgrund thermischer Effizienz schon mal gerne 50% Feuerholz ein, vor der sich anbahnenden Abholzung und der daraus folgenden Erosion und Desertifikation Sansibars ein großer Fortschritt. Das Projekt gilt als abgeschlossen, da MOTO es aus seinen Händen gegeben hat und die Verantwortung übertragen hat.

Frauengruppe bei der Flechtarbeit
Frauengruppe bei der Flechtarbeit

Frauengruppe bei der Flechtarbeit
Seit Mitte 2013 steht nun die Solarenergie im Vordergrund. Angefangen hat alles mit einem vorgefertigten Solar-Home-System, welches vier Lampen á 2W, zwei 8W Panel, ein Handy- Ladegerät sowie Laderegler und Akku mit sich brachte. Moto zog nun los und bot das System mikrofinanziert auf der ganzen Insel an. Die umwerfend positive Resonanz veranlasste das Team daraufhin zu einem weiteren Schritt: Man bietet nun komplett individuelle Solarsysteme an. Vom kleinen Vier-Lampen-System über radiofähige, Fernsehsysteme bis hin zur Versorgung ganzer Haushalte mit unterbrechungsfreiem Wechselstrom wird alles geboten, und das alles zum Unkostenpreis. Mehrere hundert Haushalte und Marktstände wurden so schon mit Solarstrom versorgt, und ein Ende des Projekts ist Stand von heute noch nicht in Sicht.

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Projektzeitraum

  • Einrichtung der Einsatzstelle und erste Freiwilligen: 2007
  • Moto nimmt zwei männliche Freiwillige auf

Aufgabenbereiche der Freiwilligen

Die konkreten Aufgaben ergeben sich i.d.R. vor Ort und hängen stark von dem aktuellen Bedürfnissen der Organisation und den Kenntnissen, Ideen und der Motivation der Freiwilligen ab.

Die Freiwilligen werden unter Berücksichtigung ihrer Kenntnisse, Fähigkeiten und ihrer Interessen vordergründig im Solarbereich, sprich der Installation von Solarsystemen, eingesetzt. Officeaufgaben fallen seltener an, sind allerdings dann oft von den Freiwilligen zu bewältigen. Zur regulären Arbeit gehört auch das Experimentieren mit neuen Produkten, technisches Troubleshooting sowie Unterstützung beim klassischem Handwerk, dem Textildruck und der Batik. Arbeiten auswärts des Büros bilden den größeren Teil der Arbeit.

Gefragte Kenntnisse der Freiwilligen

Arbeiten während des Lehmofenprojekts
Arbeiten während des Lehmofenprojekts

Arbeiten während des Lehmofenprojekts
Die Organisationen bewerben sich jährlich neu um Freiwillige und können dabei spezielle Kenntnisse angeben, die für die Projekte des Folgejahres hilfreich wären. Diese Kenntnisse sind ausdrücklich keine Voraussetzungen! Entscheidend sind die Motivation, Mut sich einzubringen und selbstständig zu arbeiten und die Bereitschaft Swahili zu lernen.

  • Kommunikationsbereitschaft
  • Kreativität und unkonventionelles Denken
  • Empathie
  • Freude am Problemlosen
  • Flexibilität und Stresstoleranz
  • Perfektionismus sollte ideell, aber nicht in Übermaße formell vorhanden sein
  • Technisches Interesse
  • Lernbereitschaft

Unterkunft und Verpflegung

Die Freiwilligen leben in Fuoni in zwei Gastfamilien, durch fünf Minuten Fußweg voneinander getrennt. Die Fahrt zum Stadtzentrum beträgt mit öffentlichen Verkehrsmitteln eine halbe Stunde.

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