Nishati Afrika, bei Dodoma, wurde 2009 in Uganda als non-profit-Unternehmen gegründet. Der Fokus sollte darin liegen, die ländlichen Gebiete Ostafrikas ohne Anbindung an das staatliche Stromnetz mit Elektrizität zu versorgen. Zunächst wurden dazu Solarlampen zu einem günstigen Pries an die Einwohner der Dörfer verkauft. Nachdem die Nachfrage anstieg, vergrößerte Nishati Afrika das Angebot, so kann eine Dorfgemeinde heute ein eigenes Stromnetz kaufen, das durch Sonnenenergie betrieben wird. Neben der Stromversorgung hat Nishati sich zum Ziel gesetzt, die Menschen neben sauberer Energie auch mit sauberem Wasser zu versorgen und somit die Lebensqualität in ländlichen Regionen zu verbessern. Aus diesem Anlass entwickelten Spezialisten Solarbetriebene Wasserpumpen.
Bei allen durchgeführten und geplanten Projekten ist es den Mitarbeitern von Nishati wichtig, dass das Know-how an die Bevölkerung weitergegeben wird. So gehört zu jedem Projekt eine Kooperation mit Trainingscentern oder Schulen. Dadurch soll den Menschen eine Ausbildung in einem speziellen Aufgabenbereich ermöglicht werden, sodass diese sich eine neue Einnahmequelle schaffen und das im Dorf installiere System alleine, ohne Außenhilfe, Instand halten können.
Aufnahmeorganisation Nishati Afrika ...

ist Partnerorganisation der DTP seit 2016.

Aufgabenbereiche der Freiwilligen

Die Freiwilligen arbeiten voneinander getrennt in zwei unterschiedlichen Städten. Projekte werden überwiegend selbst geplant und durchgeführt. Projektumfang und -art richtet sich dabei stark nach der Motivation und den Ideen der Freiwilligen.

Kibakwe
In Kibakwe wird der oder die Freiwillige einen Umweltclub an einer Secondary School leiten und den Inhalt mit kleinen Experimenten veranschaulichen. So kann den Jugendlichen z.B. gezeigt werden, wie die Plastikmüllproduktion vermindert werden kann. Dieses ist in Tansania von großer Bedeutung, da der Müll häufig auf der Straße verbrannt wird. Der Freiwillige bringt sich des Weiteren nach seinen Interessen und nach Anliegen der Schule weiter in das Schulgeschen ein, z.B. in dem er einen Englischclub oder einen Geographieclub startet, Deutschstunden an interessierte Schüler gibt oder weitere Ideen.

Mpwapwa
Mpwapwa ist eine kleine Stadt mit etwa 30000 Einwohnern. Auch in der Einsatzstelle in Mpwapwa ist viel Eigeninitiative erforderlich. Es gibt viele Ideen, Möglichkeiten und Potenzial. Denkbar sind Projekte im Technischen und Handwerksbereich in Zusammenarbeit mit CAPU (Crafts and Artisan Promotion Unit), eine lokale Werkstatt, oder die Entwicklung und Weiterentwicklung von Lehrmaterial für Solartechniker oder die Durchführung von Schulungen lokaler Solartechniker am Chisalu Technical College, etwa 30 Fahrminuten von Mpwapwa entfernt. Hier liegt in Mpwapwa derzeit der Schwerpunkt von Nishati Afrika. Anfang 2017 sollen dort die ersten Schulungen durchgeführt werden. Durch die Weiterbildung der Bevölkerung soll dafür gesorgt werden, dass Solartechnik lange hält und das Wissen über die Technologie nicht den ausgebildeten Solartechnikern vorbehalten bleibt.
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Gefragte Kenntnisse der Freiwilligen
Die Organisationen bewerben sich jährlich neu um Freiwillige und können dabei spezielle Kenntnisse angeben, die für die Projekte des Folgejahres hilfreich wären. Diese Kenntnisse sind ausdrücklich keine Voraussetzungen! Entscheidend sind die Motivation, Mut sich einzubringen und selbstständig zu arbeiten und die Bereitschaft Swahili zu lernen.

  • Kommunikationsbereitschaft
  • Kreativität und unkonventionelles Denken
  • Flexibilität
  • Computergrundkenntnisse
  • Freude daran, Probleme zu erkennen und zu lösen
  • Forschergeist
  • technisches Interesse, insbesondere Solarenergie
  • Eigenständigkeit und Selbstmotivation

Unterkunft und Verpflegung
Die Freiwilligen leben in Gastfamilien. Das Leben in Gastfamilien bringt diverse Vorteile mit sich. Die Freiwilligen finden sich besser in die Kultur ein, können Familienfeste besuchen, lernen Nachbarn und Freunde kennen, sie erlernen die Landessprache Swahili schneller und sind sicher. Die Freiwilligen leben in Mpwapwa und Kibakwe bei je einer Gastfamilie. Die beiden Städte liegen etwa 60 Fahrminuten auseinander, sodass die Freiwilligen größtenteils unabhängig voneinander arbeiten.

Wenn ich aus dem Haus gehe
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